Wiesbaden: In Hessen gab es 2010 im Jahresdurchschnitt rund 2,90 Millionen Erwerbstätige. Wie das Hessische Statistische Landesamt aus den Ergebnissen des Mikrozensus mitteilt, gingen davon rund 126.000 Personen neben ihrer eigentlichen Haupttätigkeit einer weiteren Erwerbstätigkeit nach. Das waren 4,3 Prozent aller Erwerbstätigen. Im Vergleich zum Jahr 2005 ist die absolute Zahl der „Zweitjobber" deutlich gestiegen, und zwar um rund ein Viertel. Damals übten rund 100.000 Erwerbstätige (3,6 Prozent) eine Nebentätigkeit aus.
Überproportional häufig gingen Hochqualifizierte - gemessen an ihrem Anteil an allen Erwerbstätigen - einer Nebentätigkeit nach. Mit einem Anteil von 36 Prozent hatte mehr als jeder dritte „Zweitjobber" eine hochqualifizierte Ausbildung. Erwerbstätige mit einem niedrigen Ausbildungsniveau stellten mit einem Anteil von etwa neun Prozent einen vergleichsweise geringen Teil der Personen mit einem Zweitjob. Die Mehrheit (55 Prozent) der „Zweitjobber" waren Erwerbstätige mit einem mittleren Ausbildungsniveau.
Unabhängig vom Ausbildungsniveau waren 60 Prozent der Personen mit Zweitjob in der ersten Erwerbstätigkeit vollzeitbeschäftigt. Entsprechend waren 40 Prozent der Personen in der ersten Erwerbstätigkeit teilzeitbeschäftigt.
Auf die Frage nach der Häufigkeit der Nebentätigkeit gaben etwa drei Viertel der Personen (74 Prozent) an, regelmäßig, also in ständig wiederkehrenden Zeitabständen, neben ihrer Haupttätigkeit eine weitere Erwerbstätigkeit auszuüben. Weitere 22 Prozent gingen nach eigenem Bekunden gelegentlich und meist von kurzer Dauer einer zweiten Erwerbstätigkeit nach. Die saisonal begrenzte Aufnahme einer zweiten Erwerbstätigkeit zu bestimmten Jahreszeiten spielte indes eine untergeordnete Rolle.
Im Durchschnitt kam eine Person mit Haupt- und Nebenjob auf 42,3 Wochenstunden an normalerweise geleisteter Arbeitszeit. Gut 42 Prozent der Personen mit einem Nebenjob arbeiteten 46 Stunden und länger in der Woche. Jede neunte Person mit einem Nebenjob kommt auf mehr als 60 Wochenstunden. Bei letzteren handelte es sich fast ausschließlich um Personen, die in ihrem ersten Beruf eine Vollzeitstelle hatten, in der sie in der Regel bereits eine Arbeitszeit von 40 oder mehr Stunden erbrachten.
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| Statistisches Landesamt Hessen |
06.02.2012
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