Oberbürgermeisterin Petra Roth: „Altstadthäuser entstehen auf solidem Fundament"
Frankfurt: Für die Bebauung des Dom-Römer-Areals wurde am Montag vor zahlreichen Gästen aus Politik und Bürgerschaft der Grundstein gelegt. Damit können in diesem Jahr für das Innenstadtprojekt nach Abriss-, Gründungs- und Sanierungsarbeiten die Hochbauarbeiten beginnen. „Die neuen Altstadthäuser entstehen auf einem soliden Fundament", erklärte Oberbürgermeisterin Petra Roth.
Das Stadtoberhaupt mauerte gemeinsam mit dem Planungsdezernenten Edwin Schwarz und Michael Guntersdorf, Geschäftsführer der DomRömer GmbH, eine mit aktuellen Frankfurter Tageszeitungen, Münzen und Projektinformationen befüllte „Zeitkapsel" in den Grundstein ein. Die Grundsteinlegung symbolisiert den Beginn der Bauarbeiten an der Bodenplatte, und damit der Gründungsebene der künftigen Altstadt. Darunter befinden sich Teile der Tiefgarage Römer, die derzeit saniert wird, und die U-Bahn.
Roth betonte anlässlich des Festaktes: „Mit dem DomRömer-Projekt schreiben wir einmal mehr Frankfurter Stadtgeschichte. Nach der Zerstörung unserer Altstadt im Zweiten Weltkrieg und jahrelanger Diskussion erhält die Stadt ihr Herz zurück." Die Architektur der neuen Frankfurter Altstadt werde zu „einer gelungenen Mischung aus Altem und Neuem, aus Tradition und Moderne, auf die wir Frankfurterinnen und Frankfurter stolz sein können". Sie freue sich, gemeinsam mit Edwin Schwarz, die nächste Phase der Altstadtbebauung einläuten zu können. Dies sei auch der hervorragenden Arbeit der DomRömer GmbH zu verdanken.
Planungsdezernent Edwin Schwarz unterstrich die Bedeutung der Altstadtbebauung für die Wettbewerbsfähigkeit und langfristige Attraktivität der Stadt: „Die Konkurrenz unter den Städten nimmt weiter zu. Frankfurt ist dafür gut gewappnet." Der Standortfaktor Lebensqualität sei wichtig, damit Frankfurt auch langfristig für Besucher und Bürger attraktiv bleibe. Dies werde in der neuen Altstadt berücksichtigt. Sie biete eine Nutzungsvielfalt aus Wohnen, Arbeiten, Einzelhandel und Gastronomie und trage damit wesentlich zur Belebung der Innenstadt bei, sagte Schwarz.
Michael Guntersdorf, Geschäftsführer der DomRömer GmbH, zeigte sich mit den Projektfortschritten zufrieden und dankte den politisch Verantwortlichen und den engagierten Bürgern sowie Planern, Architekten und Bauunternehmen, die dies im Kosten- und Zeitplan ermöglicht hätten: „Die Grundsteinlegung ist eine wichtige Wegmarke und kennzeichnet den Beginn der Hochbauarbeiten, die im Spätsommer 2012 beginnen werden. Spätestens dann nimmt die neue Altstadt nicht mehr nur in den Köpfen der Frankfurterinnen und Frankfurter Gestalt an", so Guntersdorf.
Voraussichtlich im Frühjahr werden die städtischen Gremien über die Vergabeempfehlungen der DomRömer GmbH abstimmen. Dann fallen die Entscheidungen über die konkrete Gestalt der Altstadt und die dort entstehenden Gebäude. Geklärt werden soll, wie viele optionale schöpferische Nachbauten entstehen und welche Neubauentwürfe verwirklicht werden. Im Herbst beginnen die Arbeiten zur Verlegung des U-Bahn-Zuganges am Dom und der Straßenzug „Markt", auch als „Krönungsweg" bekannt, wird auf sein ursprüngliches Niveau abgesenkt.
Ebenfalls in der zweiten Jahreshälfte soll mit dem „Hof zum Rebstock" der Bau des ersten Altstadthauses folgen. Die Tiefgarage "Römer" soll spätestens bis zum Weihnachtsmarkt 2012 wieder zur Verfügung stehen.
24.01.2012
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