Wiesbaden: Im Oktober 2011 nahm die Güterbeförderung der Binnenschifffahrt in Hessen gegenüber dem entsprechenden Monat des Vorjahres um gut elf Prozent ab. Nach Angaben des Hessischen Statistischen Landesamtes wurden an den 14 hessischen Häfen, Lösch- und Ladestellen gut 900.000 Tonnen Güter ein- oder ausgeladen. Das Volumen des Empfangs, auf das rund 80 Prozent der beförderten Güter entfiel, nahm um knapp zwölf Prozent auf gut 720.000 Tonnen ab. Das Volumen des weniger gewichtigen Versands ging um zehn Prozent auf knapp 180.000 Tonnen zurück.
Wesentlicher Grund für diese Entwicklung war ein regenarmer Herbst, der zu niedrigen Pegelständen führte. Dadurch konnten die Schiffe - um den Tiefgang zu verringern - nicht mehr voll beladen werden.
Knapp 90 Prozent des Umschlags waren Massengüter, der Rest entfiel auf Stückgut, Container und sonstige Ladungsarten. Der Großteil unter den Massengütern waren Kokerei- und Mineralölerzeugnisse, deren Volumen bei 280.000 Tonnen lag und im Oktober 2011 im Vergleich zum Oktober 2010 um knapp neun Prozent zunahm. Ausschlaggebend für die negative Gesamtentwicklung war der Rückgang bei Kohle, rohem Erdöl und Erdgas von fast 50 Prozent auf gut 100.000 Tonnen. Weitere wichtige Güter waren Erze, Steine und Erden, deren Umschlag sich um fast 14 Prozent auf gut 200.000 Tonnen verringerte, sowie chemische Erzeugnisse, deren Transportvolumen dagegen um fast ein Drittel auf knapp 160.000 Tonnen anstieg. Der Anteil der als Gefahrgut klassifizierten Güter stieg von 30 auf 38 Prozent.
Knapp 44 Prozent der Güter wurden auf Schiffen transportiert, die unter deutscher Flagge fuhren. Auf Schiffe aus den Niederlanden entfielen gut 47 Prozent. Schiffe aus Belgien und der Schweiz spielten eine deutlich geringere Rolle, ihr Anteil am Transportvolumen lag bei fast fünf bzw. gut vier Prozent.
In den ersten zehn Monaten des Jahres 2011 nahm die Güterbeförderung der Binnenschifffahrt in Hessen gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um gut elf Prozent ab. Es wurden 8,4 Millionen Tonnen Güter ein- oder ausgeladen. Das Volumen des Empfangs nahm um knapp 13 Prozent auf 6,6 Millionen Tonnen ab. Das Versandvolumen sank um gut sechs Prozent auf 1,8 Millionen Tonnen. Verantwortlich für diese Entwicklung war neben dem Niedrigwasser im Frühjahr und Herbst die Sperrung des Rheins am Beginn des Jahres 2011; der Schiffsverkehr wurde aufgrund einer Tankerhavarie etwa vier Wochen eingestellt.
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| Statistisches Landesamt Hessen |
13.01.2012
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