Stadträtin Birkenfeld erfreut über Rettung des KfW-Programms zur Schaffung von mehr altengerechten Wohnungen
Frankfurt: Daniela Birkenfeld begrüßt die Entscheidung der KfW-Bankengruppe, die Förderung von altengerechten Umbauten in Wohnungen und im Wohnumfeld im neuen Jahr aus eigenen Mitteln fortzuführen. "Das ist eine gute Nachricht", freut sich die Seniorendezernentin. Kurzfristig hatte es so ausgesehen, als müsste das erfolgreiche Kredit- und Zuschussprogramm für Eigentümer und Mieter eingestellt werden, weil sich das Bundesbauministerium zum Jahresende aus der Finanzierung zurückzieht.
Eine Bedarfsanalyse des Sozialdezernats zum seniorengerechten Wohnen in Frankfurt hatte im vergangenen Jahr ergeben, dass der Hauptgrund für Überlegungen im Alter umzuziehen fehlende altersgerechte Sanitäreinrichtungen und Barrieren im Zugangsbereich der Wohnung sind. "In den meisten Stadtteilen verfügte nicht einmal jeder zehnte Befragte über eine altersgerechte Ausstattung", erinnert die Stadträtin an die Ergebnisse der großen Fragebogenaktion im Rahmen der Bedarfsanalyse.
Fehlende Aufzüge, Sitzbadewannen statt leichter zugänglichen Duschen, und zu kleine Flure, um sich mit einem Rollstuhl oder einem Rolator darin zu bewegen, sind typische Probleme, die nicht nur älteren und Bürgern das Leben erschweren können. Die Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen fordert eine Gleichbehandlung von Menschen mit und ohne Behinderungen und verbietet jegliche Diskriminierung; barrierefreier Wohnraum hat auch in diesem Zusammenhang einen hohen Stellenwert.
"Wir brauchen mehr Wohnungen, die den Bedürfnissen von Senioren, Menschen mit Behinderungen, aber auch von Eltern mit Kinderwagen gerecht werden", sagt Birkenfeld. Deshalb hatte sich die Stadträtin im vergangenen Jahr bei der Überarbeitung des städtischen Wohnungsbauförderprogramms im Magistrat erfolgreich für eine stärkere Berücksichtigung barrierefreier Umbauten und Neubauten eingesetzt. Auch bei diesem Programm gibt es die Möglichkeit, Zuschüsse oder Darlehen zu beantragen.
"Die städtische Förderung und das Angebot der KfW-Bankengruppe zielen in die gleiche Richtung und ergänzen sich gut", so Birkenfeld. Während sich das Frankfurter Wohnungsbauförderprogramm an Eigentümer richtet, kann das Programm "Altersgerecht Umbauen" der KfW-Bankengruppe auch von Mietern in Anspruch genommen werden. Die Sozialdezernentin rät dazu, sich über die Möglichkeiten zu informieren. "Angesichts der steigenden Zahl älterer Menschen ist ein barrierefreier Umbau allemal eine Investition in die Zukunft", betont Birkenfeld.
Über das Programm "Altersgerecht Umbauen" informieren Experten der KfW-Bankengruppe unter der kostenfreien Rufnummer 0800/5399002 oder per Mail unter infocenter@kfw.de. Fragen zum städtischen Wohnungsbauförderprogramm beantworten Mitarbeiter des Stadtplanungsamtes unter den Rufnummern 069/212-34351, -44531 und -30165. Auch die Vereinbarung eines persönlichen Beratungstermins ist möglich.
02.01.2012
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