Bürgerinnen und Bürger können bis 9. Januar Vorschläge einbringen
Karben: Am 09.12.2011 hat die Stadtverordnetenversammlung die Gründung einer Energie GmbH beschlossen, die sich an den Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien in Karben finanziell beteiligen wird. Gleichzeitig soll damit den Bürger/innen der Stadt die Möglichkeit gegeben werden, selbst finanziell an diesen Anlagen zu partizipieren. Dies wird über sogenannte Genussrechte mit einem fest definierten Zinssatz realisiert werden.
Die GmbH wird die bereits bestehenden Fotovoltaikanlagen der Stadtwerke ebenso übernehmen wie die Beteiligung an der Biogasanlage. Auch könnte die GmbH sich an den in Planung befindlichen Windkraftanlagen auf Karbener Gemarkung zu beteiligen.
Jetzt sucht die Stadt Karben einen Namen für die Energie GmbH. Da sie für die Realisierung der Bürgerbeteiligung gegründet wird, sollen die Bürgerinnen und Bürger sich auch an der Namensfindung beteiligen. Die Stadtverwaltung ruft jetzt alle Karbener auf, eigene Namensvorschläge für die Karbener Energie GmbH einzusenden. Diese können online unter www.karben.de/energie abgegeben werden. „Machen Sie mit!", fasst Bürgermeister Guido Rahn den Aufruf zusammen, „wir wollen eine Bürger-Energie GmbH, welche die Bürger von Gründung an mit einbindet."
Der Magistrat wird unter den Einsendungen den/die Gewinner/in auswählen. Es werden alle Eingänge bis zum 09.01.2012 berücksichtigt. Unter den Einsendern werden zehn Überraschungspreise als kleines Dankeschön verlost.
Die Gründung der Energie GmbH zur Bürgerbeteiligung an Anlagen regenerativer Energien ist Bestandteil des städtischen Klimaschutzkonzepts "Karben - Mit Energie Voran". Stadträtin Tina Rodriguez weist darauf hin, dass die Stadt zukünftig regelmäßig auf Karben.de Bürgerumfragen und -wettbewerbe zu Themen wie Klimaschutz, Energiesparen und Energieeffizienz durchzuführen wird. „Wir erreichen unsere Klimaschutzziele nur mit der Einbeziehung der Bürger/innen und nur, wenn wir alle an einem Strang ziehen und jede/r mitmacht", so die für den Klimaschutz zuständige Stadträtin.
Bürgermeister Guido Rahn bevorzugt zur Einbindung der Bevölkerung eine GmbH gegenüber einer Genossenschaft, vor allem vor dem Hintergrund der wirtschaftlich effizienteren Unternehmensführung. "Gerade in einem schnelllebigen wirtschaftlichen Umfeld wie den Erneuerbaren Energien ist es für den Erfolg eines Unternehmens auch von Bedeutung, dass es entscheidungs- und handlungsfähig ist. Genossenschaften haben sicher einige Vorteile, aber eine straffe, entscheidungsfreudige Führung gehört nicht dazu", führt der Rathauschef aus. „Daher haben wir uns - im Sinne der Stadt und der Karbener Bürgerinnen und Bürger - für eine GmbH entschieden".
Im ersten Halbjahr 2012 wird der Aufsichtsrat der GmbH als zuständiges Gremium die Details der Bürgerbeteiligung festlegen; beispielsweise müssen noch die Höhe des garantierten Zinssatzes, der Wert je Genussschein, Laufzeiten der Genussrechte und viele weitere Details definiert werden.
Bereits im ersten Quartal soll die GmbH eingetragen werden, doch ein Name fehlt ihr noch. Den können nun die Bürgerinnen und Bürger vorschlagen.
Hinweis zur Abgabe des Namensvorschlags: www.karben.de/energie und dann das Antragsformular ausfüllen, abschicken.
22.12.2011
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