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bmt appelliert an Verbraucher: Bitte kaufen Sie keine Eier aus der Kleingruppenhaltung und kein Fleisch gequälter Mastkaninchen

Reichelsheim: Seit Jahresbeginn ist die Haltung von Legehennen in den herkömmlichen Käfigen in Deutschland gesetzlich verboten. Seit dem dürfen Legehennen nur noch in Bio-, Freiland- und Bodenhaltung sowie in Kleingruppenkäfigen gehalten werden. Für die Hennen sind die neuen Kleingruppenkäfige jedoch keine wirkliche Verbesserung. Darauf weist der Bund gegen Missbrauch der Tiere e. V. (bmt) anlässlich des bevorstehenden Osterfestes hin.

„Kleingruppenhaltung ist tierquälerische Käfighaltung“, sagt Mike Ruckelshaus, Leiter der bmt-Landesgeschäftsstelle Hessen. „Gegenüber den herkömmlichen Käfigen bietet der Kleingruppenkäfig den Hennen gerade einmal die Fläche eines Bierdeckels mehr Platz. Das Ausleben arteigener Verhaltensweisen wie Scharren oder Picken und die geschützte Eiablage sind in diesem tierschutzwidrigen Haltungssystem nicht möglich.“

Daher appelliert der bmt an die Verbraucher, auf den Kauf von Eiern aus der „Kleingruppe“, die mit der Ziffer „3“ gekennzeichnet sind, zu verzichten. Gleiches gilt für im Ausland produzierte Käfig-Eier, die noch immer nach Deutschland importiert werden dürfen. Darüber hinaus raten die Tierschützer vom Kauf gekochter und vorgefärbter Eier ab, da diese nicht der europaweit geltenden Kennzeichnungspflicht unterliegen und es sich hier fast immer um Käfig-Eier handelt.

Angesichts der aktuellen Berichterstattung in den Medien über die gravierenden Missstände bei der Käfighaltung von Kaninchen fordert der Bund gegen Missbrauch der Tiere e. V. die Bundesregierung mit Nachdruck auf, endlich gesetzlich verbindliche Vorschriften für die Zucht und die Haltung von Mastkaninchen zu erlassen.

„Bereits im März 2009 hat der Bundesrat die Bundesregierung aufgefordert, Vorgaben für eine tierschutzgerechtere Haltung von Mastkaninchen zu erarbeiten“, erläutert Mike Ruckelshaus. „Da das für Tierschutz zuständige Bundeslandwirtschaftsministerium bislang noch immer keinen Verordnungsentwurf für eine artgerechte Haltung von Kaninchen vorgelegt hat, bitten wir die Verbraucher, auf das Fleisch dieser gequälten Tiere als Osterbraten zu verzichten und Kaninchenfleisch an der Ladentheke generell zu boykottieren.“

31.03.2010

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