Hochfest Mariä Aufnahme in den Himmel im Bistum Limburg
Limburg: Die Wallfahrtsorte Marienstatt und Wirzenborn im Westerwald sowie das Wallfahrtskloster Marienthal im Rheingau sind am Sonntag, 15. August, die Ziele einer bistumsweiten Wallfahrt.
Bischof Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst lädt alle Gläubigen dazu ein und möchte mit ihnen an den Wallfahrtsstätten beten, Eucharistie feiern und ins Gespräch kommen. Die katholische Kirche feiert an diesem Tag traditionell das Hochfest Mariä Himmelfahrt und erinnert daran, dass die Gottesmutter am Ende ihres Lebens mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen wurde.
Um 9.30 Uhr wird der Bischof von Limburg in der Zisterzienser-Abtei Marienstatt ein festliches Pontifikalamt feiern. Danach besteht die Möglichkeit zum Gespräch mit dem Bischof. In Wirzenborn feiert die Wallfahrtskirche in diesem Jahr ihr 500-jähriges Bestehen. Anlässlich dieses Jubiläums wird Bischof Tebartz-van Elst dort um 17 Uhr ein Pontifikalamt feiern. Bereits um 16 Uhr wird es eine Prozession ab Montabaur zur Wallfahrtskirche geben.
In Marienthal feiert Weihbischof Dr. Thomas Löhr um 10.30 Uhr ein Pontifikalamt und um 14.30 Uhr das Marienlob. Am Abend kommt Bischof Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst an den Gnadenort und wird dort das Nachtgebet der Kirche (Komplet) mit den Gläubigen beten. Ab 20.30 Uhr beginnt die Lichterprozession mit dem Gnadenbild. Anschließend besteht Gelegenheit zur eucharistischen Anbetung und der Bischof von Limburg wird den sakramentalen Segen spenden.
Die Wallfahrten im Bistum Limburg stehen in diesem Jahr unter dem Leitwort „Ihr werdet meine Zeugen sein!".
Hintergründe:
Der Ursprung der Wallfahrten in Marienstatt (Westerwald) geht auf zwei Traditionen zurück, die im Laufe der Zeit zusammengewachsen sind: Mitte des 15. Jahrhunderts öffneten die Zisterziensermönche ihre Gottesdienste erstmals für die Bevölkerung. Davor waren die Messen ausschließlich für die Klostergemeinschaft gefeiert worden. Die zweite Wallfahrtstradition hängt eng mit einem Wandel der Marienverehrung im 15. Jahrhundert zusammen. Das in Marienstatt aufgestellte Gnadenbild, die so genannte Pietà, ist seither das Ziel zahlreicher Marienwallfahrten.
Marienthal (Rheingau) ist einer der ältesten Wallfahrtsorte in Deutschland. Zeugnisse datieren die Ursprünge der Wallfahrt auf das Jahr 1309. Das Gnadenbild von Marienthal ist ein kleines Vesperbild. Es stellt Maria dar, wie sie nach der Kreuzabnahme ihren toten Sohn auf dem Schoße trägt. Die Kirche wurde 1330 von Erzbischof Balduin von Trier, Administrator des Erzstiftes Mainz, eingeweiht.
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| Bistum Limburg |
13.08.2010
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