Kultur im Holzhausenschlößchen
Frankfurt: Am Sonntag, 7. November, beginnt eine neue Ausstellung im Holzhausenschlößchen. Dort dreht sich alles um 'Robert und Clara Schumann in Frankfurt'. Die Ausstellung wird veranstaltet von der Robert-Schumann-Gesellschaft Frankfurt am Main und der Frankfurter Bürgerstiftung im Holzhausenschlößchen.
Die Ausstellung ist von Sonntag, 7. November, bis zum 30. Januar 2011 mittwochs, donnerstags und sonntags von 11 bis 17 Uhr im Holzhausenschlößchen zu sehen.
Nur wenige Tage weilte Robert Schumann in Frankfurt - doch die waren für sein Leben entscheidend. In einem zauberhaft poetischen Brief schildert der junge Jura-Student im Mai 1829 seine Streifzüge durch die Freie Stadt. Sein Erlebnis des "Teufelsgeigers" Niccolò Paganini, der 1830 in Frankfurt konzertierte, war so umwälzend, dass er beschloss, sich endgültig der Musik zu widmen.
Clara Wieck-Schumann konzertierte schon als Zwölfjährige in Frankfurt. Später kehrte sie immer wieder gern hierher zurück - nicht zuletzt wegen des berühmten Orchesters der Museums-Gesellschaft. Von 1878 an wirkte sie am neu gegründeten Hoch'schen Konservatorium als Klavierpädagogin, die Maßstäbe setzte. Ihr Einfluss auf das Frankfurter Musikleben war prägend. Sie starb, von den Frankfurter Bürgern hochverehrt und geliebt, 1896 in der Stadt am Main. Ihre Schüler, von denen viele Berühmtheit erlangten, trugen den Schumann-Stil in die Welt.
In der Ausstellung werden die schicksalhaften Beziehungen von Robert und Clara Schumann zur Stadt Frankfurt erstmals umfassend gewürdigt. Neben selten gezeigten Frankfurter Stadtansichten sind Porträts von Robert und Clara Schumann und ihren Frankfurter Zeitgenossen, Autographen (Briefe, Skizzenbücher, Dokumente) sowie persönliche Gebrauchsgegenstände zu sehen. Höhepunkt der Ausstellung ist Clara Schumanns originaler Salonflügel, der von 1879 bis zu ihrem Tod in ihrem Haus in der Myliusstraße stand. Das heute noch spielbare Instrument kehrt für die Ausstellung erstmals nach Frankfurt zurück.
Der begleitende Katalog dokumentiert die Ereignisse rund um das Thema Robert und Clara Schumann in Frankfurt und beleuchtet damit ein wichtiges Stück Frankfurter Musikgeschichte. Sämtliche Exponate sind fotografisch abgebildet und beschrieben, außerdem sind eine Liste mit Aufführungen der Orchesterwerke Robert Schumanns im Museum sowie eine Aufstellung von Clara Schumanns Frankfurter Konzerten enthalten.
Ein vielfältiges Programm mit Vorträgen, Konzerten und einer musikalischen Lesung begleitet die Ausstellung, so auch zwei Sonder-Gesprächskonzerte auf dem Originalflügel von Clara Schumann mit der Pianistin Ragna Schirmer. Weitere Informationen hierzu sind im Internet auf: www.frankfurter-buergerstiftung.de erhältlich.
Führungen mit Renate Traxler werden sonntags um 13 Uhr angeboten. Sondertermine für Besuchergruppen ab zehn Personen können über das Stiftungsbüro, Telefon: 069/557791 oder E-Mail: info@frankfurter-buergerstiftung.de vereinbart werden.
Bei allen Veranstaltungen ist eine Anmeldung unter Telefon: 069/557791 oder www.frankfurter-buergerstiftung.de nötig.
28.10.2010
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