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Frankfurter Gesichter

Im Karmeliterkloster eröffnet am 25. Oktober eine Ausstellung mit Porträts von Eun-Joo Shin
Frankfurt:
Mit dem Porträt beschäftigt sich die südkoreanische, in Frankfurt lebende Malerin Eun-Joo Shin schon seit einigen Jahren, genauer gesagt: mit Bildern von Menschen, die sie in ihrem Alltag und ihren sozialen Bezügen zu erfassen sucht. In Kooperation mit dem Institut für Stadtgeschichte zeigt die Heussenstamm-Galerie jetzt unter dem Titel „GesichtsAnsichten/Frankfurt" verschiedene Werkgruppen der Künstlerin.

Ausstellung mit Porträts von Eun-Joo Shin: Frankfurter Gesichter

Dargestellt sind nicht die prominenten Gesichter Frankfurts, sondern Bilder von Menschen, denen Eun-Joo Shin in der Stadt begegnet ist. Fremde, Bekannte, die wie sie selbst in Frankfurt eine neue Heimat gefunden haben. Sie sind vom 25. Oktober bis 30. September 2012, immer montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr, Samstag und Sonntag von 11 bis 18 Uhr kostenlos im Karmeliterkloster zu besichtigen.

Die Künstlerin ist mit ihren Arbeiten bereits bei vielen internationalen Ausstellungen und Projekten vertreten gewesen. Die Heussenstamm-Galerie zeigte von Eun-Joo Shin zuletzt 2009 die Werkreihe „fremde bekannte". Die Ausstellung wird am Montag, 24. Oktober, um 18 Uhr, im Karmeliterkloster, Münzgasse 9, eröffnet. Dabei sprechen die leitende Direktorin des Instituts für Stadtgeschichte, Evelyn Brockhoff, die Geschäftsführerin der Heussenstamm-Stiftung, Dagmar Priepke, und der Kunsthistoriker Christian Kaufmann.

Shin studierte in Seoul und in Stuttgart Malerei und Grafik. In ihren wie aquarelliert wirkenden Ölbildern verbindet sie europäische und asiatische Einflüsse, kombiniert etwa stark reduzierte Hintergründe mit detailreich ausgearbeiteten, farbigen Partien. Eun-Joo Shin fokussiert auf das, was ihr wesentlich erscheint - bei sich selbst und am Gegenüber. Ihre künstlerischen Forschungen weisen dabei über Migrationserfahrungen und interkulturelle Differenzen hinaus auf die Wahrnehmung von Fremdem und Vertrautem in der eigenen Kultur.

18.10.2011

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