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Basecaps gesucht - Museum bittet Jugendliche um Auskunft

Bad Homburg: Baseballmützen sind nicht nur Kopfbedeckungen, sondern gerade bei Jugendlichen Modeaccessoires, Statussymbole und Attribute bestimmter sozialer Gruppen - wie früher Hüte. Welche der bunten Kappen man trägt und wie man sie trägt, sagt auch etwas über den Träger und dessen Selbstverständnis aus. Hip-Hopper oder Skater tragen die Mützen auf unterschiedliche Weise, Fans zeigen mit Schirmmützen zu welchem Verein sie stehen. Golfer und andere Sportler tragen diese Mützen als Sonnenschutz. Mittlerweile gehören diese Kappen sogar zur Uniform der Polizei - anstelle der traditionellen Uniformmützen.

Diese heute weit verbreite Kopfbedeckung, die Baseballmütze oder „Basecap", fehlt bislang in der Sammlung des Bad Homburger Hutmuseums, das über 3.500 Hauben und Hüte aus den beiden vergangenen Jahrhunderten im Gotischen Haus zeigt. Diese Lücke soll nun geschlossen werden.

Jugendliche oder Erwachsene, die ihre Mützen nicht mehr tragen wollen, weil zum Beispiel das Modell unmodern geworden ist, sie nicht mehr Mitglied eines bestimmten Vereins, nicht mehr Fan einer Musikrichtung sind oder weil sei einfach mal den Kleiderschrank ausräumen wollen, sollten diese alten Mützen nicht wegwerfen, sondern bitte dem Hutmuseum schenken.

Den Mitarbeitern des Museums geht es dabei nicht einfach nur um die Mütze. Sie möchten die Träger befragen und ihr Trageverhalten berücksichtigen. Dazu hat das Museum einen Fragebogen entwickelt. Gefragt wird zum Beispiel nach den bevorzugten Formen und Designs, wie die Träger ihre Mützen tragen und was sie damit aussagen wollen: Das wissen nur die Jugendlichen, und nur sie können davon berichten.

Am 11. September, dem „Tag des offenen Denkmals", zwischen 14 und 17 Uhr, wird zudem im Museum im Gotischen Haus eine Fotoaktion durchgeführt. Kappen und ihre Träger werden an diesem Tag fotografiert.

Auskunft gibt Dr. Peter Lingens, Museum im Gotischen Haus, Tannenwaldweg 102, 61350 Bad Homburg v.d.Höhe, unter Telefon 06172/37618 oder per Mail unter museum@bad-homburg.de.

06.09.2011

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