Bad Homburg: Im Rahmen der aktuellen Ausstellung im Museum im Gotischen Haus zeigen Künstler aus Marienbad vom 17. Juni, bis 28. August, ihre Bilder und Skulpturen. Enthusiasmus, Interesse und Begeisterung für die bildende Kunst standen am Anfang, als eine kleine Gruppe Marienbader Pädagogen beschloss sich gelegentlich zu treffen.
Gemeinsam begutachten sie ihre Werke und tauschten ihre Ideen aus. Die Pädagogen trafen sich gewöhnlich in der Wohnung von Karl Knižák, dem ehemaligen Gymnasiallehrer für Mathematik und Zeichnen. Gerade er hat bei seinen Kollegen das Interesse für eigene Schöpfungen geweckt.
Für die Entwicklung eines offiziellen Vereins und die Möglichkeit, eigene Werke zu präsentieren, war es jedoch erforderlich, eine Institution zu gründen. So entstand 1966 bei dem „Kulturellen und gesellschaftlichen Zentrum Marienbad" (KASS) der „Klub der Bildner-Amateure". KASS stellte dem kleinen Verein einen Raum für regelmäßige Treffen zur Verfügung und organisierte für sie einmal im Jahr eine Ausstellung. Nach der Auflösung dieser Einrichtung im Jahr 2000 übernahm die „Vereinigung für kulturelle Entwicklungsprogramme", das spätere „Kultur- und Informationszentrum von Marienbad AG", die Schirmherrschaft über den Klub. Der Klub änderte seinen Namen und so entstand der „Klub der Marienbader Bildner".
Einer der Gründer war Karl Knižák, in dessen Wohnung die ersten Treffen stattgefunden haben. Seine ausgezeichneten pädagogischen Fähigkeiten und die praktische Führung im Zeichen und Malen beeinflussten viele beginnende Künstler. Von großer Bedeutung war seine Zusammenarbeit mit der Kunstvolksschule in Tachau in den 80er-Jahren. Unter der Leitung von Frantisek Trobl konnten die Klubmitglieder zum Beispiel graphische Techniken üben. Der Klub organisierte auch Kurse für Laien.
Die Klubmitglieder sind heute Personen aus verschiedenen Berufen, die das gemeinsame Interesse für die Kunst vereint. Sie möchten ihre Gefühle, Stimmungen, Empfindungen und Emotionen künstlerisch ausdrücken. In ihren Impressionen zeigen sie die Alltäglichkeit, aber auch die Besonderheiten, die sie umgeben.
Regelmäßig präsentieren sich die Klubmitglieder mit ihren Werken auf verschiedenen Ausstellungen. In der Vergangenheit waren es Räume auf der Marienbader Kolonnade oder im „Haus Zum weißen Schwan". In den letzten zehn Jahren veranstalteten sie ihre Ausstellungen im Marienbader Stadttheater, in der Anglikanischen Kirche und seit 2003 auch noch in der Galerie „Atrium" im Hotel „Stern". Außerhalb der Stadt waren es zum Beispiel die Präsentation in der Schlossgalerie in Klášterec nad Ohřί (Klösterle an der Eger) oder im deutschen Crailsheim. Regelmäßig nehmen die Künstler am Festival „Egerer Höfe" teil.
07.07.2011
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